Der Verein zum Erhalt der Domjüch – ehemalige Landesirrenanstalt e.V. in Neustrelitz erhält für das Projekt „Die ehemalige Landesirrenanstalt Domjüch – Kunst des Gedenkens und der Vielfalt“ Bundesmittel in Höhe von 54.000 Euro im Rahmen der Förderlinie „Jugend erinnert engagiert“.


Dazu erklärt der Bundestagsabgeordnete Frank Junge:
„Ich freue mich sehr, dass mit dem Projekt an der ehemaligen Landesirrenanstalt Domjüch ein wichtiger Erinnerungsort gestärkt wird. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der NS-Zeit und ihren Auswirkungen bis in die Gegenwart bleibt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Besonders wichtig ist mir, dass junge Menschen sich selbstbestimmt und kreativ mit unserer Geschichte auseinandersetzen können. Das Projekt verbindet historisch-politische Bildung mit künstlerischen Ausdrucksformen. Es setzt ein starkes Zeichen für Vielfalt, Erinnerung und demokratisches Engagement.“


Mit der Förderlinie „Jugend erinnert engagiert“ werden Projekte der selbstbestimmten Jugendarbeit zur historisch-politischen Bildung gefördert, insbesondere zur kritischen Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und ihren Gegenwartsbezügen. In der aktuellen Ausschreibungsrunde wurden auf Empfehlung einer unabhängigen Jury insgesamt 18 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 800.000 Euro ausgewählt.
Mit dem Projekt in Neustrelitz soll die Geschichte der ehemaligen Landesirrenanstalt Domjüch als Ort der Ausgrenzung und des Unrechts aufgearbeitet und durch künstlerische Formate für junge Menschen zugänglich gemacht werden. Ziel ist es, Erinnerungskultur lebendig zu gestalten und zugleich Impulse für gesellschaftliche Vielfalt und Toleranz zu setzen.


Hintergrund
Die Förderung erfolgt im Rahmen des Bundesprogramms „JUGEND erinnert“ des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Über die Auswahl der Projekte entscheidet eine unabhängige Jury auf Grundlage fachlicher Kriterien. Ziel des Programms ist es, insbesondere junge Menschen zur aktiven und reflektierten Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus zu ermutigen und demokratische Werte zu stärken.