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27. April 2017: Girls'Day im Bundestag: 15-jährige Lucia Nadrowitz aus Dorf Mecklenburg zu Gast in Berlin

Der bundesweite Girls'Day erfreut sich seit seinem Start im Jahr 2001 größter Beliebtheit und wurde auch diesmal wieder rege nachgefragt. Das kann auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Junge bestätigen, der auf seinen ausgeschriebenen Girls`Day-Platz zahlreiche Bewerbungen erhielt.

Frank Junge: „Der Girls'Day soll den Teilnehmerinnen zeigen, wie spannend die Arbeit in den verschiedenen Berufszweigen sein kann. Ich wollte gerne einem Mädchen die Möglichkeit für einen Einblick in den Alltag des Politikbetriebs bieten. Durch diesen Aktionstag sollen Öf-fentlichkeit und Wirtschaft auf die Stärken der Mädchen aufmerksam gemacht werden. Und nicht zuletzt kann so ein Erlebnistag vielen jungen Frauen helfen, sich für eine bestimmte Ausbildung oder einen Studiengang zu entscheiden. Aus diesem Grund beteilige ich mich in jedem Jahr am Girls'Day.“

Die 15-jährige Lucia Nadrowitz aus Dorf Mecklenburg - Schülerin an der verbundenen Regi-onalen Schule und Gymnasium „Tisa von der Schulenburg“ - bekam in diesem Jahr die Gele-genheit als Girls'Day -Teilnehmerin einen Tag lang die Arbeit der SPD-Bundestagsfraktion mit zu verfolgen. „Politik interessiert mich sehr. In meiner Familie wird oft politisch disku-tiert. Dabei finde ich es am interessantesten, wenn die Meinungen besonders gegensätzlich sind und ich mir aus den verschiedenen Argumenten eine eigene Meinung bilden kann. In der Schule sind für mich der Geschichts- und der Sozialkundeunterricht am spannendsten. Zurzeit haben wir das Motto „Politik für Einsteiger“ im Unterricht und behandeln das Partei-ensystem“, erläutert Lucia ihre Motivation zur Bewerbung.

Bereits am Vorabend des Girls'Day wurden alle Teilnehmerinnen der SPD-Abgeordneten durch den Bundestag geführt. Das Programm am Girls'Day selbst war vielfältig: Neben ei-nem gemeinsamen Frühstück stand auch ein Gespräch mit der stellvertretenden Vorsitzen-den der SPD-Bundestagsfraktion, Carola Reimann, auf dem Programm. Darüber hinaus gab es eine Diskussionsrunde zum Thema „Frauen (M)acht Politik!“ sowie ein Planspiel, in dem spielerisch der Gang durch die Gesetzgebung erarbeitet wurde.

Zwischendurch hatte Lucia die Gelegenheit sich mit Frank Junge zum Mittagessen zu treffen und zu diskutieren. Anschließend führte Junge sie noch durch den Bundestag und gab ihr das Angebot mit auf den Weg, auch vor Ort als ständiger Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Nach dem Tag zeigte sich Lucia begeistert: „Dass der Girls'Day mir so hilft, hätte ich nicht gedacht. Ich habe sehr schnell und unkompliziert Kontakte zu den anderen Teilnehmerinnen knüpfen können. Es sind so viele Meinungen und so verschiedene Charaktere unter den Mädchen, aber alle haben das gemeinsame Interesse für Politik. Darum hat es Spaß ge-macht, sich auszutauschen.“
Auch die Inhalte haben ihr sehr gut gefallen. „Wir haben eine Parlamentssitzung nachge-stellt, in der es darum ging, ob man das Wahlrecht bereits ab 16 einführen sollte. Wir haben viele Argumente erarbeitet und diskutiert. Ich finde, man sollte die Jugendlichen viel früher über Politik aufklären, denn auch jüngere Menschen können die Zusammenhänge verstehen. Leute in meinem Alter interessiert das alles schon und es ist ernüchternd, wenn Wahlen stattfinden, deren Ergebnisse wir nicht gut finden, aber wir sie nicht beeinflussen konnten.“

Ihr Fazit: „Ich hoffe, dass andere Schülerinnen, denen ich vom meinem Girls'Day erzähle, dann auch Interesse haben und sich vielleicht im nächsten Jahr bewerben werden. Ich kann das auf jeden Fall empfehlen.“

Und auch Frank Junge hat der Tag mit Lucia viel Freude bereitet:
„Ich freue mich sehr darüber, dass Lucia der Tag im Deutschen Bundestag gefallen hat. Sie ist eine aufgeweckte und engagierte Schülern. Ich hoffe, dass so ein Einblick dazu beitragen kann, den Politikerberuf für junge Frauen interessanter zu machen. Im Deutschen Bundestag liegt der Frauenanteil bei knapp 37 Prozent. Das ist zwar der höchste Wert aller bisherigen Wahlperioden, aber diese Berufswahl könnte dennoch von wesentlich mehr Frauen ergriffen werden.“

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